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Wald im Rhein-Erft-Kreis

Der Rhein-Erft-Kreis zählt mit nur ~13% Waldanteil zu den waldärmsten Kreisen des Regierungsbezirks Köln. Der Landesdurchschnitt von NRW liegt bei 26%. Vor allem die starke Siedlungs- und Verkehrsentwicklung, der Braunkohletagebau und die Technisierung in der Landwirtschaft haben zur Waldverarmung beigetragen. In den vergangen 150 Jahren ist der Waldbestand um ca. 5600 ha zurückgegangen. Dies entspricht einem Waldverlust von fast 45%. Auch in den nächsten Jahren wird das Thema Waldverlust weiter aktuell bleiben.


Zusammenhängende Waldgebiete beschränken sich im Rhein-Erft-Kreis vor allem auf die Ville im Süden, den Bereich der Bürgewälder Hambacher Forst, Dickbusch, Steinheide und Lörsfelder Busch, den Kerpener Bruch und den Parrig.


Während es sich bei den erwähnten Bürgewäldern ausschließlich um natürlich gewachsene Waldgebiete handelt, sind die Waldflächen der Ville weitestgehend durch Rekultivierungsmaßnahmen im Anschluss an den Braunkohletagebau entstanden.

Der Altwaldbestand, der sich ursprünglich nahezu über den gesamten Villerücken erstreckte, konnte nicht mehr wiederhergestellt werden. Dennoch ist auch der neugeschaffene Wald im Südrevier ein bedeutsamer Bestandteil des Naturparkes Kottenforst-Ville.

 

Die hauptsächlich im Rhein-Erft-Kreis natürlich vorkommenden Waldgesellschaften beinhalten im Einzugsbereich der Erft als Fließgewässer Baumarten wie die Gemeine Esche, Erlen, Weiden und Pappeln als Weichholzauenwald und Eschen mit Eichen in Mischung als Hartholzauenwald. Diese Auenwälder finden sich beispielweise in den Naturschutzgebieten Kerpener Bruch und Parrig.

In Anschluss an diese Auenwälder finden sich auf jenen Standorten, die seltener als die Auenwälder überschwemmt werden oder wo durch die Bodenverhältnisse Wasser zeitweilig eingestaut wird, eine Waldgesellschaft aus Stieleichen und Hainbuchen wie bspw. im Königsdorfer Forst.

Auf eher lehmigen und feuchten bis frischen Standorten findet sich dann der Waldmeister-Buchenwald, so auch im Altwald Ville.

 

Der Rhein-Erft-Kreis liegt im Bereich des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, der die landeseigenen Waldflächen bewirtschaftet und die Eigentümer anderer Waldflächen fachlich berät. Über die Forstbetriebsgemeinschaft Ville werden die Mitgliedsflächen - so auch die des Rhein-Erft-Kreises  - auf vertraglicher Basis bewirtschaftet. Die Flächen des Waldvermehrungsprojektes liegen in den Revieren Kerpen (betreut durch Revierförster Florian Claßen) und Frechen (betreut durch Revierförster Lukas Jüssen).

Nähere Informationen zum Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft finden Sie auf der Homepage des Landesbetriebes.

 

 

Kontakt

 

 

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CO2 Bindung

 

2217,2 t

 

 

Aufforstungsfläche

 

221,72 ha