Aufforstungsfläche
200,58 ha
CO2 Bindung
2005,8 t

Waldvermehrung

Ziele



Ziele der Wiederbewaldung:
vorratsreiche, gemischte, (ungleichaltrige), wertvolle Laubwälder
Spricht man von Wiederbewaldung, hat man als Ziel den Endzustand vor Augen: vorratsreiche, gemischte, ungleichaltrige, wertvolle Wälder, die alle gewünschten Möglichkeiten bieten. Solche Bilder haben mehr Überzeugungswert als viele nüchterne Berechnungen und wissenschaftliche Überlegungen. Wald ist gerade in Deutschland mit Gefühl verbunden, mehr als alle anderen Landnutzungsformen. Das Bäumepflanzen hat praktischen, aber auch symbolischen Wert:"Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen."
Die Zielsetzungen für die Anlage von Waldflächen können im einzelnen vielfältig sein. Schon kurz nach dem ersten Weltkrieg forstete die Stadt Köln den inneren Grüngürtel und später einen zweiten Ring um die Stadt auf, um Erholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung zu schaffen und das Stadtklima zu verbessern. In England wird seit Jahrzehnten aufgeforstet, um die inländische Holzproduktion zu steigern. In China haben die Flutkatastrophen des letzten Jahres zur Planung umfangreicher Aufforstungen in den Einzugsgebieten der Flüsse geführt. Seit einigen Jahren werden vielerorts neue Waldflächen in der Absicht geschaffen, CO² zu binden. Erstaufforstungen sind häufig auch notwendig, um Ersatz für durch andere Nutzungen in Anspruch genommene Waldflächen zu schaffen. Erholungsfunktion
Die Eignung eines Landschaftsraumes als Erholungsgebiet hängt wesentlich von Vielfalt, Abwechslung und Erschließung ab. Ackeraufforstungen in der Bördelandschaft erhöhen den Reiz des Erholungs und Erlebnisraumes deutlich und stellen damit einen der wichtigsten weichen Standortfaktoren im Erftkreis dar. Mischwald, das Vermeiden von schematischen Flächenformen und der Mitanbau von schnellwachsenden Pioniergehölzen steigern die Erholungseignung von neuen Waldflächen.
Wie bei den Zielen des Naturschutzes sollte die Gestaltung der Wiederbewaldung sich an den natürlichen Vorbildern orientieren. Monotonie und Gleichförmigkeit müssen vermieden werden, Mischung und Vielfalt z. B. auch durch die Anlage von Waldrändern gefördert werden. Naturschutzziele
Die Wiederbewaldung von Ackerflächen - künstlich oder natürlich - stellt aus der Sicht des Naturschutzes einen Gewinn dar, da sie immer einen Schritt von einem naturfernen Zustand in einen naturnäheren darstellt.
Konflikte liegen lediglich dann vor, wenn es sich bei den fraglichen Flächen um Sonderbiotope wie Magerrasen, Heide oder extensives Feuchtgrünland handelt, die auf Dauer waldfrei bleiben sollten. Die Wiederherstellung vernetzter Wald- und Heckenstrukturen in ausgeräumten Landschaften schafft eine Vielzahl von ökologischen Nischen und Rückzugsflächen, die vielerlei Arten dienen. Krautsäume und Strauchzonen sollten zur Optimierung dieser Flächen immer mit geplant und auch umgesetzt werden. Rohstoffproduktion
Die Wiederbewaldung sollte stabile und produktive Waldökosysteme zum Ziel haben, die vielfältige Nutzungen ermöglichen. Wertsteigernde Baumarten müssen einen ausreichenden Anteil haben. Die Standortskraft soll möglichst weitgehend ausgenutzt werden. Dem Edellaubholz wie Esche, Kirsche und Bergahorn kommt daher gerade bei Ackeraufforstungen eine besondere Bedeutung zu.
Unter dem Aspekt der Rohstoffproduktion kommt es auch darauf an, die Zeitspanne bis zur ersten Nutzung möglichst kurz zu halten. Die Beteiligung von schnellwachsenden Baumarten an Erstaufforstungen sollte daher nicht vergessen werden.
Wenn für die Forstwirtschaft auch jahrzehntelange Produktionszeiträume typisch sind, so legen wir mit der Wiederbewaldung auch den Grundstein für künftige Arbeitsplätze in Industrie und Handwerk, die Holz be- und verarbeiten. Dieser Aspekt ist besonders hervorzuheben, denn die Sorge um die dauerhafte Rohstofflieferung ist ein Element der Nachhaltigkeit. Immissions- und Klimaschutz
Wälder an Straßen und Industrieanlagen sind in der Lage, Staub und Gase zu filtern und das lokale Klima auszugleichen. Global gesehen können Wälder den Treibhauseffekt bremsen, weil sie CO² binden