Aufforstungsfläche
200,58 ha
CO2 Bindung
2005,8 t

Waldvermehrung

Projekte



1. Dokumentation
Beispiel für die Dokumentation der Erstaufforstungen in einer Datenbank: Kenndatenblatt für das Aufforstungsprojekt 7.15 Die Erfassung aller Aufforstungsprojekte ist zur Zeit noch in Arbeit. Ziel ist es, die Objektinformationen räumlich zuzuordnen und über eine schematisierte topographische Karte abzurufen.  

2. Kurzbeschreibung ausgewählter Projektgebiete

I. Projektgebiet: Sindorfer Mühle
Das gesamte Umfeld der Sindorfer Mühle entlang der großen Erft zwischen
B 55 und L 277 soll entsprechend der Zielvorgaben des Erftauenkonzeptes und des Landschaftsplanes 5 "Erfttal-Süd" mit dem Schwerpunkt Naturschutz und naturnahe Erholung umgestaltet werden.
Durch die Bündelung und Abstimmung der Planungen aller Beteiligten konnte unter Beteiligung des Amtes für Agrarordnung Euskirchen eine Gesamtfläche von ca. 35 ha für die Zweckbestimmung Naturschutz sichergestellt werden. Erstmalig wurden hier vom Rheinischen Straßenbauamt im Sinne eines Ausgleichsflächenpools Kompensationsmaßnahmen bereits im Vorfeld des Eingriffs und eingebunden in das vorhandene Zielkonzept durchgeführt.
Weitere wesentliche Bausteine dieses Kooperationsmodells sind neben Pflanz- und Renaturierungsmaßnahmen des Erftverbandes und extensiver Nutzung der Grünflächen die vom Erftkreis umgesetzten Auewaldaufforstungen. Grunderwerb durch den Erftkreis: 10,5299 ha
Gesamtaufforstungsfläche: 4,5 ha
Aufforstungsprojekte: 5.3 / 5.9  
II. Projektgebiet: Erftaue Mödrath Bei diesem Erftaueprojekt handelt es sich um das Herzstück des Biotopverbundkonzeptes im Zentrum des Erftkreises. Der Raum zwischen den letzten beiden großen Auewaldrelikten Kerpener Broich und Parrig stellt die Schnittstelle der Nordsüdachse Erftaue und der Ostwestverbindung Bürgewälder-Ville dar. Zwischen der geplanten Rekultivierung des Tagebaus Frechen, einem geplanten Hochwasserrückhaltebecken für die Erft und der siedlungsfern gelegenen Erftaue mit hoher Naturschutzfunktion und Entwicklungspotential ergibt sich hier eine im Erftkreis einmalige großflächige Verzahnung landschaftsökologischer Maßnahmen.
Durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten (Amt für Agrarordnung Euskirchen, Erftverband, Forstamt Bonn, Stadt Kerpen, BUND-Förderverein, Deutsche Bahn AG, Erftkreis) auf der Grundlage des regionalen Biotopverbundkonzeptes Erftaue und unter Berücksichtigung der Ziele des Waldvermehrungsprogrammes sind hier großflächige ökologische Entwicklungsmaßnahmen (wie z. B. Wiederherstellung eines mäandrierenden Altarmes, Wiederbegrünung von Auenwäldern, Arrondierung von Naturschutzgebieten, Pflanzung von Feldgehölzinseln etc.) realisiert worden. Grunderwerb durch den Erftkreis: 41,0196 ha
Gesamtaufforstungsfläche: 15,3 ha
Aufforstungsprojekte: 5.6 / 5.7 / 5.8 / 5.10

III. Projektgebiet: Stommeler Busch Das Projektgebiet liegt im Bereich der ehemaligen Rheinniederung und ist aufgrund von mächtigen Kies- und Sandablagerungen durch geringe Bodenwerte gekennzeichnet. Das Gebiet ist dem zusammenhängenden Waldgebiet des Chorbusches vorgelagert und erfüllt zusammen mit rekultivierten Kiesabbaugewässern, alten Gehöften und kleineren Gehölzinseln die Funktion eines Trittsteinbiotops in einer weitgehend ausgeräumten Agrarlandschaft. Im Zentrum der 1994/95 aufgeforsteten Laubwaldfläche wurde im Rahmen des KREIS WALD-Projektes der Künstler Holger Hagedorn und Winfried Lucassen ein vergängliches Natur-Denk-Mal für die Waldvermehrungsinitiative im Erftkreis geschaffen Zwölf weiß gekälkte, kreisförmig angeordnete Pappelstämme umschließen einen Gingko biloba-Baum. Umgeben von Weißdorn und einem äußeren Eichenring wird das Landschaftskunstwerk der Sukzession und dem Zerfall überlassen. Ein gewollter Prozess, der fotografisch regelmäßig dokumentiert wird und der die Notwendigkeit konsequenter Aufforstungspolitik vor dem Hintergrund weiterer Waldverluste im Erftkreis symbolisiert. Grunderwerb durch den Erftkreis: 7,4073 ha
Gesamtaufforstungsfläche: 6,5 ha
Aufforstungsprojekte: 7.3 / 7.4