Aufforstungsfläche
200,58 ha
CO2 Bindung
2005,8 t

Ausgangssituation

Rhein-Erft-Kreis



Der Rhein-Erft-Kreis ist am 01. Januar 1975 durch die kommunale Neugliederung, das sog. "Köln-Gesetz", aus Teilen des Kreises Köln, des Alt-Kreises Bergheim und Teilen des Kreises Euskirchen, der heutigen Erftstadt, entstanden. Einst geprägt durch Landwirtschaft und Braunkohlentagebau, hat sich der Kreis an Rhein und Erft in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum modernster Technologien entwickelt. Arbeitsplätze, die in den traditionellen Wirtschaftszweigen verloren gingen, wurden durch solche in zukunftsorientierten Branchen ersetzt - mit erfreulichen Auswirkungen für den Arbeitsmarkt.
Der gesunde Branchenmix ist in hohem Maße dafür verantwortlich, dass der Erftkreis zu den
wirtschaftsstärksten Kreisen in der Bundesrepublik Deutschland zählt.
Doch nicht nur High-Tech-Firmen, IT-Dienstleister und Bio-Technologie-Firmen bestimmen inzwischen das Bild. Auch die Lebensqualität im Erftkreis stimmt: Der hohe Erholungswert der Region ebenso wie ein breites Kultur- und Freizeitangebot sprechen für sich.
Eines ist sicher: Aus dem Schatten der Kölner Domtürme ist der Erftkreis längst herausgetreten. 10 Kommunen - Bedburg, Bergheim (Kreisstadt), Brühl, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim und Wesseling - bilden den Erftkreis, der auf 705 qkm heute fast 460.000 Einwohner zählt. Von den 9 Städten haben 7 mehr als 40.000 Einwohner, die 2 größten, Kerpen und Bergheim, zählen heute mehr als 62.000 Einwohner. Diese Zahlen weisen den Erftkreis nicht nur als einen der am dichtesten besiedelten Kreise im Land Nordrhein-Westfalen aus, sie sind auch Ausdruck einer äußerst dynamischen Entwicklung, in der sich der Erftkreis befindet. Die rheinische Mentalität des Erftkreises signalisiert Weltoffenheit, die nahezu einmaligen Verkehrsverbindungen erst recht. Über die A 1 gelangen AutofahrerInnen binnen einer Stunde ins Herz des Ruhrgebietes, nach Düsseldorf geht´s über die A 57 in knapp der halben Zeit, ebenso wie nach Bonn über Deutschland´s älteste Autobahnstrecke, die A 555. Weitere Fernverbindungen bieten die A 4 und die A 61. Über den Hauptbahnhof Köln besitzt der Erftkreis zudem Anschluss an das Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz Thalys, das 4 europäische Länder und 17 Metropolen im Stundentakt verbindet. Schon jetzt reisen Zuggäste in knapp 2 ½ Stunden in die Mitte der EU-Hauptstadt Brüssel oder sind in 4 Stunden in Paris. Optimale Bedingungen auch für´s Frachtgut: Der riesige Containerbahnhof Eifeltor sorgt ebenso für rasche Beförderung von Massengütern wie der Rheinhafen Wesseling-Godorf. Wen es regelmäßig in weitere Entfernung zieht, ist im Erftkreis ebenso gut aufgehoben. Gleich 3 internationale Flughäfen - Köln/Bonn, Düsseldorf und Frankfurt - sind in einer halben bis 1 ½ Autostunden leicht erreichbar. Geschäftsreisenden bieten sie Anschluss an alle wichtigen Wirtschaftszentren der Welt. Dabei präsentieren sich die aktuellen Branchentrends Jahr für Jahr vor der eigenen Haustür: Regelmäßig zeigen die nahegelegenen Messeplätze Köln, Düsseldorf, Essen und Frankfurt, was es Neues auf den weltweiten Märkten gibt. Wer jedoch glaubt, der Erftkreis sei ausschließlich industriell geprägt, der täuscht sich. Selbst Freunde einer Reise zu den Schlössern der Loire finden ein adäquates Angebot im Erftkreis. Eine Vielzahl von Burgen, Schlössern und Landsitzen in den weiten ländlichen Regionen und den traditionsreichen Ortschaften halten als Zeugnisse der Geschichte Erinnerungen an vergangene Zeiten und Kulturen wach. Der Erftkreis ist ein Erlebnisraum von großer Vielfalt. Publikumsmagnet ist zweifelsohne das "Phantasialand" in Brühl, das sich mit seinen zahlreichen Attraktionen weit über die Grenzen Brühl´s und des Erftkreises hinaus internationaler Beliebtheit erfreut. Es lockt Menschen aller Altersklassen in die Traumstadt und lässt sie vielleicht sogar ein Stück "Las Vegas" erleben. Eine weitere Attraktion ist die in Kerpen gelegene Kartbahn von Formel-1-Champion Michael Schumacher, wo man zum maximalen Fahrspaß durchstartet.
Motorsportfreunde finden darüber hinaus im Museum für Rennsportgeschichte "Villa Trips",
ebenfalls in Kerpen gelegen, oder im Rosengart-Museum in Bedburg-Rath ein weiteres lohnenswertes Ausflugsziel. Im 880 qkm großen Naturpark Kottenforst-Ville bieten weit verzweigte Wander-, Reit- und Fahrradwege, Freibäder, Seen, Kinderspielplätze, Schutzhütten und überdachte Grillplätze Abwechslung vom Alltag und Gelegenheit zur aktiven und ruhigen Erholung. Flüsse und Seen haben schon immer eine große Anziehungskraft auf Naturfreunde und Sportler ausgeübt.
Im Erftkreis finden "Wasserratten" besonders an den Erholungsseen vielseitige Freizeitmöglichkeiten. Entlang der Bundesstraße 265 liegen der Heiderbergsee mit Freibad und Campingplatz sowie Segel- und Kanuclub, der Bleibtreusee mit öffentlichem Badestrand sowie Segel- und Windsurfmöglichkeiten und der Liblarer See mit Freibad und Campingplatz sowie Segel- und Kanuclub. Westlich von Hürth-Altstädten lockt der Otto-Maigler-See mit seinem großen Freibad alljährlich Tausende von Besuchern an. Alle anderen Seen im Erftkreis dienen der ruhigen, dem Naturerlebnis zugewandten Erholung. Fuß- und Radwanderer werden viele verträumte Winkel an diesen Gewässern finden. Für Angler bieten die Ville-Seen ebenso wie Rhein und Erft, ideale Voraussetzungen. Selbst die Freunde exklusiver Sportarten wie Golf müssen keine langen Wegstrecken zurücklegen, um die von ihnen geschätzten "Greens" zu erreichen.

Mit dem Golf Club Gut Lärchenhof ist eine der besten Golfanlagen Europas im Erftkreis beheimatet. Alljährlich finden hier die Linde German Masters statt. Dann treffen sich die besten Profi-Golfer aus aller Welt und wettstreiten um rund 3 Mio. ? Preisgeld. Zwischen Rhein und Erft gibt es rund achtzig Standorte von Wind- und Wassermühlen. Viele dieser Mühlen stehen an bestimmten Tagen im Jahr - z. B. Pfingstmontag, dem Deutschen Mühlentag oder am Tag des Denkmals im Herbst - für Besucher offen. Andere können nach vorheriger Absprache besichtigt werden. Der Zunahme der Automobilisierung steht das sinnvolle Angebot eines ausgebauten Radwegenetzes als Ausgleich gegenüber. Schöne Radtouren stellt der Erftkreis in seiner "Radwanderkarte" vor. Auch die radtouristische "Kaiserroute - Auf den Spuren Karls des Großen" zwischen Aachen und Paderborn führt quer durch den Erftkreis. Nicht von ungefähr erhielt der Erftkreis beim Landeswettbewerb die Auszeichnung "Fahrradfreundlicher Kreis". Die Nähe zur Kulturmetropole Köln inspiriert seit Jahrzehnten die bunt gemischte Kulturszene im Erftkreis. Zu ihren prominentesten Vertretern gehört der in Brühl geborene Dadaist Max Ernst. 1980, vier Jahre nach dem Tod des Malers, öffnete das "Max-Ernst-Kabinett" an der Bahnhofstraße seine Pforten. Das kleine Gebäude neben dem Schloss beherbergt u.a. über 400 Arbeiten des Künstlers. Auch Liebhabern klassischer Kunst hat der Erftkreis einiges zu bieten.
Neben einem reichhaltigen Konzertprogramm der Abtei Brauweiler locken die Brühler Schlosskonzerte Jahr für Jahr Tausende von Musikbegeisterten in das von der UNESCO zum ?Weltkulturerbe? erklärte Schloss Augustusburg mit seinem von Balthasar-Neumann gestalteten Treppenhaus. Höhepunkt jeder Saison ist die 7tägige Musikfestwoche, die stets mit einem fulminanten Feuerwerk ausklingt. Auf eine über 10jährige Tradition kann der ?Erftkreis-Zyklus?, veranstaltet vom Hürther Musikseminar, zurückblicken. Die Kammerkonzerte begeistern nicht nur durch ihr breites Musikspektrum von Beethoven bis Biermann, die oftmals prominenten Musiker gastieren zudem reih um in historischen Gebäuden des Erftkreises. Ein weiterer Höhepunkt im Kulturleben des Erftkreises: Die internationale Grafik-Triennale des Kunstvereins Frechen, für die sich zuletzt mehr als 700 Künstler aus 62 Ländern beworben haben. Wem das immer noch nicht reicht - die Kulturmetropole Köln liegt direkt nebenan. Alles in allem sichern die abwechslungsreiche Naturlandschaft, eine umfassend und flächendeckend ausgebaute soziale Infrastruktur und das umfangreiche kulturelle Angebot den hohen Wohnwert und die wirtschaftliche Entwicklungsfähigkeit des Erftkreises.